OMKB 2019: Was gibt’s neues? News und Trends aus Online-Marketing, Content Marketing, SEO und Digitalmarketing

Am 5. April versammelten sich nun zum vierten Mal Online-Experten, Marketing-Spezialisten sowie Mittelständler und Agenturmenschen in der Stadthalle Bielefeld, um sich über die neuesten Online-Trends zu informieren.

Wir waren auch dieses Mal wieder mit dabei und lauschten interessiert, zum Teil fasziniert, den Ausführungen und Performances der hochkarätigen Speaker (der Unterhaltungsfaktor kam auch nicht zu kurz!).


Was nach einer Woche hängen geblieben ist – in Snackable-Content-Manier:

»Nein, Facebook ist nicht tot! Die Reichweite ist nicht weg, sondern nur woanders!«, fasste Björn Tantau treffend den Rückgang der organischen Reichweite von Facebook zusammen – das, was wir bei jedem Posting merken, aber vermeintlich nicht ändern können. Was also tun, um seine Zielgruppe wieder zu erreichen? Hierfür hatte Herr Tantau wirkungsvolle Tipps im Gepäck, wie z. B. den Aufbau einer Community mithilfe von Gruppen, die direkte Ansprache der Follower via Messanger, Stories und natürlich Facebook Ads. Doch die besten Tricks helfen nichts, wenn man »ein totes Pferd reitet«, so Björn Tantau nach einer alten Weisheit der Dakota-Indianer, »dann sollte man lieber absteigen«. Die zentrale Erkenntnis hierbei war: im Endeffekt muss man gar nicht überall sein, sondern muss dort am aktivsten werden, wo es auch die eigene Zielgruppe ist – das kann auch bei Instagram, auf Twitter, bei LinkedIn oder Co. sein.

Passend hierzu lieferte Felix Beilharz ein Potpourri an kleinen aber feinen Social-Media-Tipps. So erklärte er, dass lange Blogposts viraler sind als kürzere und vertrauenswürdige Inhalte häufiger geteilt werden. Und, wer kennt es nicht von sich selber, dass Angst, Nostalgie, Zugehörigkeit und Narzissmus wirkungsvolle Trigger sind, da sie den Wunsch zum Teilen auslösen und so für Interaktionen und Viralität sorgen. Dank Herrn Beilharz wissen wir nun auch wie wir Schatten in die Buchstaben unserer Instagram Stories einbauen oder der Schrift einen Farbverlauf verpassen. Klingt zwar unspektakulär, aber ein »auf die Idee bin ich noch nicht gekommen« entlockte es allemal.

Mit Kai Spriesterbach ging es dann richtig ans Eingemachte: Content Marketing Measurement. »Geile Inhalte« produzieren ist schön und gut, aber wie misst man deren Erfolg richtig? Hier zeigte er anhand von anschaulichen Beispielen, wie man seine Tracking-Daten richtig misst, welche Daten relevant sind, wie man sie interpretiert und zu welchen fatalen Trugschlüssen man kommen kann, wenn man nicht vergleichbare Daten zu einem Ergebnis zusammenschmeißt – denn jeder Inhalt braucht seine Metrik. Man merke: »Absprungrate« ist nicht gleich »Ausstiegsrate«! Ersteres zeigt den Anteil der Nutzer, die nur eine einzige Seite besucht haben und Letzteres die Nutzer, die genau auf der Seite ausgestiegen sind.

Insgesamt lieferten 30 Speaker geballtes Wissen zu Webseiten-Relaunch, Social Media, SEO, Analytics, Video, DSGVO und und und. Wir haben fleißig zugehört, aufgesogen und werden das ein oder andere definitiv umsetzen!